CloudKitchens gibt es wirklich: ein Unternehmen mit Sitz in Los Angeles, das Küchen vermietet. Aus diesen Küchen wird nur geliefert, zum Abholen verkauft oder produziert, einen Gastraum gibt es nicht. Gegründet wurde die Firma 2016, später übernahm sie Travis Kalanick, der Uber mitgegründet hat. Ob das Angebot zu Ihnen passt, hängt allerdings weniger an der Seriosität der Firma als an Ihrem Mietvertrag und an der Rechnung für Ihre eigene Küchenzelle.
Wer hinter CloudKitchens steht
Laut Wikipedia gründeten Diego Berdakin und Sky Dayton CloudKitchens 2016, die erste Anlage entstand in Los Angeles. Später übernahm Travis Kalanick das Unternehmen. Betrieben wird es von City Storage Systems. Diesen Namen finden Sie in Verträgen und Unterlagen oft statt der Marke CloudKitchens, wundern Sie sich also nicht.
Kalanick wird gern mit Uber in einen Topf geworfen, weil er Uber mitgegründet hat. CloudKitchens gehört aber nicht zu Uber. Wer gerade welchen Titel trägt, ändert sich mit der Zeit; dafür ist das Firmenprofil auf LinkedIn die aktuellere Stelle, aktueller als jeder Artikel, auch als dieser.
Seriös ja, passend ist eine andere Frage
Als Firma ist CloudKitchens kein Luftschloss: Es besteht seit 2016, betreibt eigene Anlagen und nennt auf der Website mehr als 600 Marken. Diese Zahl stammt vom Unternehmen selbst und ist nicht unabhängig geprüft.
Für Sie zählt etwas anderes. Sie mieten eine Küche in einem fremden Gebäude und verkaufen über Kanäle, die Sie nur zum Teil in der Hand haben. Deshalb gehören diese Fragen vor der Unterschrift an den Vertrag:
- Wie lang ist die Laufzeit, und was kostet ein vorzeitiger Ausstieg?
- Welche Nebenkosten kommen zur Miete dazu (Strom, Reinigung, Entsorgung, Lieferdienst-Anbindung)?
- Dürfen Sie dieselbe Marke an mehreren Standorten oder über mehrere Plattformen betreiben?
- Wem gehören die Kundendaten, die bei Bestellungen entstehen?
- Wie läuft die Übergabe der Bestellungen an die Fahrer, und wer haftet, wenn etwas fehlt?
Die Antworten stehen im Vertrag und nicht im Firmenprofil. Lassen Sie sie sich schriftlich geben.
Läuft das Geschäft gut? Das sagen die öffentlichen Quellen
Belegbar ist wenig, und das Meiste kommt vom Unternehmen selbst. Die Zahl von mehr als 600 Marken auf der Website spricht dafür, dass es Mieter gibt. Ob sich die einzelne Küchenzelle für den Mieter rechnet, verrät sie nicht.
Die Lage des Anbieters ist für Sie ohnehin die zweite Frage, denn die erste ist Ihre eigene Rechnung: Was bleibt pro Bestellung nach Wareneinsatz, Plattformprovision, Verpackung und Küchenmiete übrig? Wer das nicht je Kanal getrennt anschaut, merkt oft erst nach Monaten, welche Marke Geld verdient und welche nur Umsatz bringt.
Das Konzept Cloud Kitchen in zwei Sätzen
Eine Cloud Kitchen, auch Ghost Kitchen oder Dark Kitchen genannt, ist eine Küche ohne Gastraum. Gekocht wird für Lieferung, Abholung oder Produktion, und die Gäste bestellen über eine App, eine Plattform oder die eigene Website, ohne die Küche je zu sehen. Dafür fällt der Service im Saal weg, es gibt kein Gedeck und keinen Tischwechsel; alles hängt dann an der Bestellannahme und an einem Menü, das in jedem Kanal stimmen muss.
Was Sie brauchen, egal in welcher Küche gekocht wird
Wer nur über Lieferplattformen verkauft, zahlt bei jeder Bestellung Provision und bekommt seine Gäste kaum zu Gesicht. Ein eigener Bestellweg gehört deshalb zu jedem Cloud-Kitchen-Konzept, selbst wenn er nur einen Teil der Bestellungen bringt.
Im FineDine-Panel finden Sie dafür unter Orders den Bereich Delivery & Pick-Up. Dort legen Sie unter anderem Mindestbestellwert, Liefergebühr, Lieferzeit (Zubereitung plus Fahrt), Vorbestellung für Folgetage und eine Kundenabfrage mit Name, E-Mail und Telefon fest. Für Online-Zahlung braucht es einen Zahlungsanbieter, den Sie über die Integrationen beantragen. In Menu Manager ordnen Sie Menüs mehreren Kanälen zu (Dine-in-QR, Abholung, Lieferung, Tablet). Hat Ihre bestehende Karte als Foto, PDF oder Excel-Tabelle vorliegt, genügt das, damit die KI daraus ein Menü baut. Brauchen Sie danach eine Website, erzeugt der AI Website Builder sie aus einer Beschreibung, übernimmt aber die Gerichte aus dem Menü. Bauen Sie das Menü deshalb zuerst, sonst erscheinen Beispielgerichte.
Später zeigt FineDine IQ Umsatz, Bestellungen und durchschnittlichen Bon über 7, 14, 28 oder 90 Tage im Vergleich zum Vorzeitraum. So sehen Sie, wie sich Ihre eigenen FineDine-Bestellungen entwickeln. Wie viel im Alltag eines kleinen Teams automatisierbar ist, steht in unserem Beitrag Was sich im Restaurant-Service automatisieren lässt und was beim Team bleibt.
Häufig gestellte Fragen
- Gehört CloudKitchens zu Uber?
- Nein. Travis Kalanick, der Uber mitgegründet hat, übernahm CloudKitchens später. Betrieben wird die Firma von City Storage Systems, einem eigenen Unternehmen.
- Kann ich über FineDine Bestellungen für Lieferung und Abholung annehmen?
- Ja, im Panel stellen Sie unter Orders die Einstellungen für Delivery & Pick-Up ein, darunter Mindestbestellwert, Liefergebühr, Lieferzeit und Vorbestellung. Für Online-Zahlung beantragen Sie über die Integrationen einen Zahlungsanbieter, etwa Stripe, Square oder SumUp.
- Brauche ich für den Start ein fertiges Menü?
- Nein, aber es spart Zeit. Aus einem Foto, PDF, einer Excel- oder CSV-Datei erstellt die KI im Menu Manager ein Menü, das Sie anschließend prüfen und anpassen. Auch die Website erzeugen Sie besser erst danach, weil sie die Gerichte aus dem Menü übernimmt.


