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Google Unternehmensprofil für Restaurants: einrichten in der Reihenfolge, auf die es ankommt

Lächelnde Frau schaut am sonnigen Restauranteingang auf ihr Smartphone, dahinter gedeckte Holztische; eine Karte zeigt ein Restaurantprofil mit Bewertung, Öffnungszeiten, Menü- und Reservieren-Button.
Geschrieben von
FineDine
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Ein Google Unternehmensprofil kostet nichts, und Ihr Restaurant hat vermutlich schon eines, ob Sie es angelegt haben oder nicht. Es ist der Kasten mit Öffnungszeiten, Speisekarte, Fotos und Telefonnummer, der erscheint, wenn jemand Ihren Namen eintippt oder auf der Karte nach „Restaurant in der Nähe“ sucht. Beanspruchen, bestätigen lassen, Name, Zeiten, Speisekarte und Fotos pflegen: Für den ersten Durchgang reicht ein Nachmittag. Danach kommt es auf Kleinigkeiten an, die niemand mehr anfasst, etwa Feiertagszeiten oder die Karte vom letzten Herbst.

Warum das Profil auch für Stammgäste zählt

Wer abends wissen will, ob die Küche noch offen ist, schaut nicht auf Ihre Website, sondern auf Google. Auch wer in der Karte auf den nächstgelegenen Pin tippt, landet bei Ihrem Profil.

Google darf einen Ort auch ohne den Inhaber listen. Dann stehen dort Zeiten und Fotos, die Google irgendwo aufgelesen hat. Korrigieren können Sie das erst, wenn Sie das Profil beanspruchen. Einen Platz im Ranking verspricht Ihnen niemand, und dieser Beitrag auch nicht.

Profil beanspruchen und bestätigen lassen

Suchen Sie Ihr Restaurant zuerst in Google Maps. Gibt es schon einen Eintrag, beanspruchen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen.

Wie die Bestätigung abläuft, bestimmt Google. Die Methode lässt sich nicht aussuchen, und der Nachbar zwei Häuser weiter bekommt manchmal eine andere angeboten. Richten Sie das Profil mit einem Konto ein, das Inhaber oder Betriebsleitung auch im nächsten Jahr noch kontrollieren. Das private Konto des Kochs, der es zwischen zwei Services eingerichtet hat, ist dafür keine gute Wahl.

Zwei Profile für dasselbe Restaurant: entfernen oder zusammenführen

Das passiert öfter, als man denkt: Der Wirt legt ein Profil an, der Nachfolger noch eins, und Gäste bewerten mal hier, mal dort. Es gibt zwei Wege.

Das überzählige Profil entfernen. Das geht nur als Hauptinhaber (Primary Owner). Öffnen Sie das Profil im Business Profile Manager, dann Dreipunkt-Menü, „Einstellungen für das Unternehmensprofil“, „Unternehmensprofil entfernen“ und „Profilinhalt und Administratoren entfernen“. Das ist endgültig. Ihre Beiträge, Fotos und Antworten auf Bewertungen sind weg, und alle Administratoren verlieren den Zugriff. Bewertungen von Gästen bleiben laut Google bestehen. Prüfen Sie deshalb zweimal, dass Sie nicht das bestätigte Profil erwischen. Die offizielle Anleitung steht in der Google-Hilfe zum Entfernen.

Beide zusammenführen. Wenn beide Profile denselben Ort beschreiben und Sie keines verlieren wollen, melden Sie das Duplikat in Google Maps als Änderungsvorschlag. Google prüft das, führt die Bewertungen zusammen, und einzelne Antworten auf Bewertungen können dabei verloren gehen. Mehr dazu in der Google-Hilfe zu Doppelprofilen und Eigentumsrechten.

Name, Kategorie und Öffnungszeiten

Der Name ist der vom Schild über der Tür. Kein „Beste Burger der Innenstadt“ dahinter, keine Stadt, kein Slogan. Steht draußen „Marlow’s“, heißt das Profil „Marlow’s“.

Kategorien beschreiben, was Sie sind, nicht wofür Sie gefunden werden möchten. Wählen Sie als Hauptkategorie die, die Ihren Betrieb am besten trifft, und eine zweite nur, wenn sie auch an einem gewöhnlichen Dienstag stimmt.

Bei den Zeiten tragen Restaurants die Zeiten für den Gastraum ein, also das, worauf sich ein Gast ohne Reservierung verlassen kann. Der Schritt, den viele auslassen, sind die Sonderöffnungszeiten für Feiertage, Betriebsferien und Tage mit frühem Schluss. Tragen Sie sie ein, bevor die Woche beginnt, nicht am Morgen selbst. Wer an Heiligabend vor verschlossener Tür steht, ärgert sich über das Restaurant, nicht über Google.

Die Speisekarte: Editor oder eigener Link

Dafür gibt es zwei Wege, und die eigentliche Frage ist, wer die Karte pflegt.

Im Menü-Editor tippen Sie Rubriken und Gerichte direkt bei Google ein. Änderungen erscheinen erst nach 24 bis 48 Stunden. Die Preiskorrektur vom Donnerstag ist am Freitagabend deshalb womöglich noch nicht zu sehen.

Den Menülink tragen Sie unter „Profil bearbeiten“, „Informationen zum Unternehmen“, „Kontakt“, „Link zur Speisekarte“ ein. Er schickt Gäste auf eine Seite, die Sie ohnehin pflegen. Ändert sich die Karte dort, ist das Ihre einzige Änderung.

Wer die QR-Speisekarte von FineDine nutzt, hat für die Karte bereits eine eigene Adresse. Sie lässt sich als Menülink eintragen, und gepflegt wird weiter im Dashboard.

Entscheiden Sie sich für einen Ort. Eine Karte bei Google und eine andere auf der Website laufen innerhalb weniger Wochen auseinander, und der Gast sieht ausgerechnet die ältere.

Fotos: was Gäste vor dem Besuch sehen

Bevor jemand Ihre Karte liest, sieht er Ihre Fotos. Dafür lohnt sich mehr Mühe als für die Beschreibung.

Welche Bilder gehören hinein?

  1. Der Eingang, aus der Perspektive des Gastes auf dem Gehweg. Wer das Lokal zum ersten Mal sucht, erkennt so die Tür.
  2. Der Gastraum, einmal bei Tag und einmal am Abend, wenn das Licht gedämpft ist.
  3. Die Teller, die Sie wirklich am meisten verkaufen, so, wie sie aus der Küche gehen. Lieber wenige gute Bilder als viele beliebige.
  4. Bar, Terrasse, Außenbereich, falls es sie gibt.

Löschen oder ersetzen Sie, was einen Raum oder eine Karte zeigt, die es so nicht mehr gibt. Stark bearbeitete Bilder und Stockfotos tun Ihnen keinen Gefallen: Wer enttäuscht am Tisch sitzt, schreibt es in die Bewertung.

Die schwächste Stelle sind in vielen Küchen die Speisenfotos. Ein Handyfoto im gelben Licht über dem Pass wird dem Gericht selten gerecht. Hier kann der AI Media Studio von FineDine helfen: Sie laden das Foto Ihres Gerichts hoch (JPG, PNG oder HEIC, bis 20 MB), die KI bessert Licht und Details nach. „Enhance“ verbessert ein vorhandenes Foto, „Create“ erzeugt ein neues Bild. Dazu gibt es Voreinstellungen wie Dampf, Tropfen oder Garnitur und die Wahl des Kamerawinkels. Das Ergebnis können Sie im Profil und in der Speisekarte nutzen.

Eine Grenze sollten Sie dabei einhalten: Das Bild darf nicht mehr versprechen, als der Teller hält. Für das Profil ist ein aufgebessertes Foto Ihres echten Gerichts die sicherere Wahl als ein komplett erzeugtes.

Beiträge: Neuigkeiten mit Ablaufdatum

Beiträge sind für Dinge gedacht, die irgendwann vorbei sind: das Weihnachtsmenü, die Betriebsruhe im Januar, ein Abend mit Livemusik, der Spargel, solange die Saison läuft. Was Sie einem Gast am Empfang nicht erzählen würden, gehört auch nicht in einen Beitrag.

Ein Beitrag pro Woche ist mehr, als die meisten Restaurants schaffen, und auch nicht nötig. Lieber zwei im Monat, die stimmen, als ein Dauerfeuer, das nach drei Wochen versiegt. Wie Google Maps und Instagram zusammen neue Gäste bringen, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben. Auf Deutsch gibt es ihn noch nicht.

Bewertungen: bitten, antworten, nicht filtern

Bewertungen sind das, was Gäste nach den Fotos lesen. Zwei Gewohnheiten helfen am meisten.

Bitten Sie alle Gäste darum, nicht nur die zufriedenen. Wer vorab aussortiert, wem er den Link gibt, betreibt Review Gating, und das verbietet Google. Ebenso tabu: Gegenleistungen für gute Bewertungen, etwa einen Digestif aufs Haus.

Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf die schlechten, kurz und ohne Rechtfertigung. Bei Lob genügt ein ehrliches „Danke, bis bald“ mit Bezug auf das, was der Gast erwähnt hat. Bei Kritik schreiben Sie, was Sie daraus mitnehmen oder ändern, und bieten an, es offline zu klären. Die Antwort liest später auch jeder, der die Kritik nie erlebt hat.

Was das Profil kostet

Anlegen und Verwalten sind kostenlos. Der Preis ist Zeit: Jemand muss das Profil im Blick haben, am besten die Person, die ohnehin die Feiertage und den Dienstplan macht. Eine halbe Stunde im Monat reicht, um Zeiten, Karte und neue Bewertungen durchzusehen.

Bestellen und Reservieren

Dieser Teil kommt bewusst zuletzt, denn er hängt von Dingen ab, die Sie nur zum Teil in der Hand haben. Über das Unternehmensprofil lassen sich Essensbestellungen („Bestellen mit Google“) und Reservierungen („Mit Google reservieren“) anbieten, und zwar über Partner, die Google dafür zulässt. Eine Liste der Länder, in denen das für Restaurants freigeschaltet ist, nennt die Google-Hilfe nicht. Ob die Option bei Ihnen erscheint, sehen Sie deshalb am sichersten direkt im eigenen Profil unter den Bestell- und Reservierungseinstellungen, und die Auswahl der Anbieter ändert sich.

Auch ohne diese Funktionen können Sie Gästen den Weg zum Tisch zeigen: Tragen Sie in den Kontaktangaben Ihre Website oder die Seite ein, über die Sie Reservierungen annehmen.

Wer noch keine Website hat, kann mit dem AI Website Builder von FineDine ein Google Business Profile verbinden und die Daten daraus übernehmen. Prüfen Sie danach, ob Zeiten, Karte und Kontakt so aussehen wie im Profil.

Wo Sie welchen Punkt im Google Unternehmensprofil bearbeiten
PunktWo einzustellenWorauf achten
Speisekarte direkt eintippen„Speisekarte bearbeiten“ im ProfilÄnderungen dauern 24 bis 48 Stunden
Speisekarte als eigene SeiteProfil bearbeiten > Informationen zum Unternehmen > Kontakt > Link zur SpeisekarteDie verlinkte Seite ist die einzige Fassung der Karte
NameInformationen zum UnternehmenMuss dem Schild entsprechen, keine Keywords oder Slogans
ÖffnungszeitenInformationen zum UnternehmenZeiten für den Gastraum eintragen
Feiertage und BetriebsruheSonderöffnungszeitenVor der Feiertagswoche eintragen
Doppeltes Profil entfernenDreipunkt-Menü > Einstellungen für das Unternehmensprofil > Unternehmensprofil entfernenNur Hauptinhaber; endgültig; Ihre Beiträge, Fotos und Antworten werden gelöscht
Doppeltes Profil zusammenführenDuplikat in Google Maps als Änderungsvorschlag meldenBewertungen werden zusammengeführt, einzelne Antworten können verloren gehen
Bestellen und ReservierenBestell- und Reservierungseinstellungen im ProfilVerfügbarkeit hängt von Land und Anbieter ab; im eigenen Profil prüfen

Häufig gestellte Fragen

Taucht mein Restaurant bei Google auf, wenn ich nie ein Profil angelegt habe?
Möglich. Google kann einen Ort auch ohne den Inhaber listen. Solange der Eintrag nicht beansprucht ist, lassen sich Öffnungszeiten, Menülink und Fotos nicht korrigieren. Deshalb lohnt es sich, ihn zu beanspruchen.
Kostet das Google Unternehmensprofil etwas?
Nein. Anlegen und Verwalten sind kostenlos.
Kann ich wählen, wie Google mein Restaurant bestätigt?
Nein. Google entscheidet, welche Methode es für Ihren Eintrag anbietet.
Darf ich Slogan oder Keywords in den Namen schreiben?
Nein. Der Name soll dem Schild vor Ort entsprechen. Auch Kategorien sind kein Platz für Keywords, sie beschreiben die Art des Lokals.
Warum erscheint meine geänderte Speisekarte noch nicht?
Änderungen im Menü-Editor brauchen 24 bis 48 Stunden. Bei einem Menülink liegt es an der verlinkten Seite, nicht am Editor.
Ich habe versehentlich zwei Profile angelegt. Was tun?
Wollen Sie nur eines behalten, entfernen Sie das überzählige als Hauptinhaber über „Einstellungen für das Unternehmensprofil“. Das ist endgültig, prüfen Sie also, dass Sie nicht das bestätigte erwischen. Wollen Sie beide behalten, melden Sie das Duplikat in Google Maps als Änderungsvorschlag, damit Google sie zusammenführt.
Darf ich nur zufriedene Gäste um eine Bewertung bitten?
Nein. Wer vorab filtert, betreibt Review Gating. Bitten Sie alle Gäste auf dieselbe Weise.
Kann ich über mein Google Unternehmensprofil Bestellungen oder Reservierungen annehmen?
Google bietet beides über zugelassene Partner an. Ob und mit welchen Anbietern das bei Ihnen erscheint, hängt vom Land ab und lässt sich im eigenen Profil nachsehen.

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