Ja, eine QR-Code-Speisekarte geht kostenlos. Den Code macht Ihnen jeder Generator gratis, und wer eine kurze Karte hat, die sich selten ändert, kommt mit einem PDF hinter einem statischen Code gut aus. Ob das auf Dauer hält, entscheidet aber nicht der Code, sondern die Seite, die er öffnet: wie viele Gerichte draufstehen, wie oft Sie Preise ändern, in wie vielen Sprachen Ihre Gäste lesen und ob am Tisch bestellt werden soll. FineDine ist keine Gratislösung, sondern ein Abo mit 14 Tagen Testphase. Interessant wird es erst, wenn gratis nicht mehr reicht.
Statischer oder dynamischer Code: was Sie vor dem Druck prüfen
Ein QR-Code ist nichts anderes als eine gedruckte Webadresse. Beim statischen Code steht die Adresse Ihrer Karte direkt im Muster. Er läuft, solange die Adresse erreichbar ist, und kein Konto dahinter will bezahlt werden. Das ist der wirklich kostenlose QR-Code, und fast jeder Generator erstellt ihn.
Manche Generatoren geben Ihnen aber einen dynamischen Code. Im Muster steckt dann ein Kurzlink des Anbieters, der die Gäste zu Ihrer Karte weiterleitet. Das Ziel können Sie ändern, ohne neu zu drucken. Der Haken: Der Code funktioniert nur, solange der Anbieter die Weiterleitung betreibt, und nur zu den Bedingungen, die sein Gratistarif gerade hat.
Scannen Sie den Code deshalb vor dem Druck mit Ihrem eigenen Handy und schauen Sie, welche Adresse aufgeht. Steht dort die Domain des Generators und nicht die Ihrer Karte, lesen Sie zuerst seine Bedingungen für den Gratistarif. Ändert sich der Tarif oder fällt er weg, müssen alle Tischaufsteller, Aufkleber und Karten mit diesem Code neu gedruckt werden. Bei vielen Tischen ist das ein Druckauftrag, den keiner eingeplant hat, und wann er fällig wird, entscheiden dann nicht Sie.
Wann eine Gratis-Speisekarte reicht und wann sie im Service Zeit kostet
Gut aufgehoben ist die Gratislösung bei einem Standort, einer Sprache, einer Karte, die man ohne Suchfeld durchscrollt, und Preisen, die sich ein paar Mal im Jahr ändern. Wenn die Gäste ohnehin beim Service bestellen und die Karte kaum wechselt, ist ein PDF in Ihrem eigenen Cloudspeicher hinter einem statischen Code eine vernünftige Wahl.
Probleme macht das PDF an drei Stellen. Auf dem Handy zoomen die Gäste in einem A4-Layout herum, das fürs Papier gebaut wurde. Jede Preisänderung heißt: Datei bearbeiten, exportieren, unter derselben Adresse wieder hochladen. Gibt der Speicherdienst der neuen Datei einen neuen Link, öffnen alle gedruckten Codes weiter die alte Karte. Und ist am Freitagabend ein Gericht aus, steht es im PDF weiter drin, bis jemand an den Laptop kommt.
Die Gratistarife der Speisekarten-Baukästen lösen meistens das Layoutproblem. Die Gerichte stehen auf Kacheln, die fürs Handy gemacht sind, und bearbeitet wird im Browser. Dafür gibt es eine Obergrenze, gezählt in Restaurants, Kategorien, Gerichten oder Sprachen. qrmenugenerator.io nennt für seinen Gratistarif 1 Restaurant, 5 Kategorien und 20 Produkte (Stand: 4. Oktober 2026). Eine Kaffeebar mit 18 Getränken passt da rein. Ein Restaurant mit Weinkarte und Wochenend-Brunch ist vermutlich über der Grenze, bevor die Karte fertig ist.
Lesen Sie deshalb zuerst die Grenze und dann die Funktionsliste. Auf der Tarifseite sollten Sie außerdem zwei Dinge klären: ob die Gäste das Logo des Tools sehen und was mit Ihrer Karte und den gedruckten Codes passiert, wenn Sie das Tool nicht mehr nutzen.
Wo jede Variante die Allergenangaben ablegt
Bevor Sie sich zwischen gratis und bezahlt entscheiden, schauen Sie, wo die Allergen- und Diätangaben landen, denn bei jeder Rezeptänderung muss sie jemand nachziehen. Im PDF stehen sie als Text oder Fußnote, und wer die Soße umstellt, muss die Datei neu exportieren. Hat ein Gratis-Tool kein eigenes Allergenfeld, wandern die Angaben in den Beschreibungstext. Dort werden sie bei einer Änderung leicht übersehen.
In FineDine stehen Allergen- und Diätsymbole auf jeder Kachel und noch einmal auf der Detailseite des Gerichts. Nährwerte tragen Sie im Editor im Reiter Nutrition Info ein, pro Gericht und pro Preisvariante. Aber auch hier zeigt die Software nur, was Sie eingegeben haben, und gleicht nichts mit dem Rezept ab. Tauscht die Küche eine Zutat aus, bleiben die Symbole, wie sie sind, bis jemand im Team das Gericht bearbeitet.
Welche Angaben Pflicht sind, regeln in Deutschland die EU-Lebensmittelinformationsverordnung und die nationalen Ergänzungen dazu. Was das für Ihren Betrieb und eine digitale Karte heißt, klären Sie mit der zuständigen Lebensmittelüberwachung und nicht mit dem Anbieter der Speisekarte.
So läuft die Einrichtung in FineDine und das fehlt in der Testphase
Ist Ihre Karte über die Gratisgrenze hinausgewachsen oder sollen die Gäste am Tisch bestellen, rechnen Sie nach, was jede Lösung insgesamt kostet und wo sie aufhört. Dazu gehören auch die Gebühren pro Bestellung, die manche Tools ohne Abo verlangen. FineDine ist ein Abo, und die Einrichtung beginnt im Menu Manager. Der Menu Builder nimmt ein Foto, ein PDF, eine Excel- oder CSV-Datei Ihrer aktuellen Karte und liest per KI Bereiche, Gerichte und Preise aus. Jeden übernommenen Preis prüfen Sie, bevor Sie veröffentlichen. Sie können auch mit einer leeren Karte oder einer Beispielkarte anfangen.
Im Editor haben Sie auf der einen Seite die Liste der Gerichte und auf der anderen eine Live-Vorschau, wie die Gäste die Karte auf dem Handy sehen. Preise ändern Sie direkt in der Liste. Ein Gericht nehmen Sie mit dem Sichtbarkeitsschalter raus, und über den Draft/Publish-Schalter bestimmen Sie, wann die Gäste eine Änderung sehen. Den QR-Code bekommen Sie über den Button QR Code im Editor oder pro Tisch unter Settings > Operations > Tables. Dort laden Sie die Codes für alle Tische herunter und fassen Tische zu Bereichen wie Terrasse oder Gastraum zusammen. Unter Settings > QR Codes gibt es zwei Modi. Display zeigt nur die Karte, ohne Bestellung. Bei Ordering bekommt jeder Tisch einen eigenen Code, oder alle Tische teilen sich einen.
Ist am Freitagabend ein Gericht aus, ist das hier ein Schalter im Editor. Die Codes auf den Tischen bleiben, wie sie sind, weil sie die Karte öffnen und keine Datei.
Die 14 Tage Testphase sind nicht das volle Produkt. Laut FineDine-Hilfe-Center ist jede Speisekarte in der Testphase auf 80 Gerichte begrenzt, und In-App Promotions und eine eigene Domain bleiben gesperrt, bis Sie in einen bezahlten Tarif wechseln. In wie viele Sprachen Sie die Karte übersetzen können, hängt vom Tarif ab und hat nichts mit den Sprachen zu tun, in denen die FineDine-Website selbst erscheint. KI-Arbeiten wie das Aufbessern von Fotos verbrauchen Credits, je nach Art der Arbeit unterschiedlich viele: Ein vorhandenes Foto zu verbessern kostet mehr Credits, als ein neues Bild zu erzeugen. Aktuelle Tarife und Preise finden Sie auf der FineDine-Preisseite.
Woran Sie merken, dass die Gratis-Karte zu klein wird
Das deutlichste Zeichen ist, wenn Gäste fragen, ob sie am Tisch bestellen oder bezahlen können. Ein PDF hat keinen Warenkorb, und Gratistarife hören oft beim Anzeigen der Karte auf. Prüfen Sie das, bevor Sie damit planen. FineDine nimmt Bestellungen vom Tisch über den Kanal Dine-In QR an, und im Marketplace finden Sie Zahlungsanbindungen wie Stripe, SumUp und Square. Wie viele Bestellungen und Tische ein Tarif abdeckt, steht auf der Preisseite.
Das nächste Zeichen ist ein zweiter Standort. Der Gratistarif von qrmenugenerator.io zählt Restaurants, ein FineDine-Konto kann dagegen mehrere Marken verwalten, und Sie wechseln zwischen ihnen.
Und dann bleibt eine Frage, auf die eine Gratis-Karte keine Antwort hat: Welche Gerichte öffnen Ihre Gäste wirklich? Das FineDine-Dashboard zählt die QR-Scans. FineDine IQ unter AI Reports schlüsselt die Aufrufe von Karte, Bereichen und Gerichten über 7, 14, 28 oder 90 Tage auf, jeweils im Vergleich zum Zeitraum davor. Ein Gericht, das oft aufgerufen und selten bestellt wird, ist einen zweiten Blick auf Foto, Beschreibung oder Preis wert. Ein PDF sagt Ihnen das nicht.
| Statischer QR-Code + PDF | Gratistarif eines Speisekarten-Baukastens | Bezahlte Plattform (z. B. FineDine nach der Testphase) | |
|---|---|---|---|
| Was Sie zahlen | Nichts, wenn Sie das PDF selbst ablegen | Nichts, bis zur Obergrenze des Tarifs | Ein Abo, siehe Preisseite |
| Preis ändern | Bearbeiten, exportieren, unter derselben Adresse neu hochladen | Im Browser bearbeiten | Direkt in der Liste ändern, dann veröffentlichen |
| Ausverkauftes Gericht im Service rausnehmen | Nur mit neuem Export der Datei | Hängt vom Tool ab | Sichtbarkeitsschalter am Gericht |
| Sprachen | Eine Datei pro Sprache | Sprachgrenze des Gratistarifs prüfen | Hängt vom Tarif ab |
| Bestellung vom Tisch | Nein | Im Gratistarif oft nicht, Tarif prüfen | Dine-In QR mit Zahlungsanbindungen |
| Wo es hakt | Die Datei bekommt einen neuen Link, die gedruckten Codes laufen ins Leere | Die Karte wächst über die Grenze für Gerichte oder Kategorien | Die Kosten, wenn eine kurze, feste Karte genügt |
Frequently Asked Questions
- Müssen Gäste eine App installieren, um die Karte zu öffnen?
- Nein. Die Handykamera liest den Code, und die Karte geht im Browser auf. Das ist beim PDF-Link genauso wie bei einer gehosteten Karte, etwa der von FineDine.
- Hat FineDine einen kostenlosen Tarif?
- Nein. FineDine ist ein Abo mit 14 Tagen Testphase. In der Testphase ist begrenzt, wie viele Gerichte eine Karte haben kann. Prüfen Sie das, bevor Sie Ihre ganze Karte darin anlegen. Aktuelle Tarife und Preise stehen auf der FineDine-Preisseite.
- Funktionieren gedruckte Codes noch, wenn ich den Anbieter wechsle?
- Ein statischer Code, der eine Seite unter Ihrer Kontrolle öffnet, läuft weiter. Zeigt der Code auf eine Karte, die beim Anbieter liegt, oder auf seinen Kurzlink, landen die Gäste auf seiner Seite. Bei einem Wechsel brauchen Sie also neue Tischaufsteller.
- Lässt sich eine kostenlose QR-Karte mehrsprachig anlegen?
- Beim PDF ist jede Sprache eine eigene Datei und meistens auch ein eigener Code. Die Gratistarife der Speisekarten-Baukästen begrenzen die Sprachen oft, das steht auf der Tarifseite. In FineDine hängt die Zahl der Kartensprachen vom Tarif ab.