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QR-Code-Bestellung am Tisch: einrichten, absichern, Grenzen kennen

QR-Code-Bestellung am Tisch: einrichten, absichern, Grenzen kennen
Geschrieben von
FineDine
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Ja, das geht. Jeder Tisch bekommt einen Code, der Gast hält die Handykamera darauf, die Speisekarte öffnet sich im Browser und die Bestellung läuft ins Haus. Eine App muss dafür niemand laden. Die Technik ist dabei der leichte Teil. Schwerer wiegen drei andere Fragen: woher Sie die Codes für jeden einzelnen Tisch bekommen, wie Sie verhindern, dass jemand einen fremden Code auf Ihren Tisch klebt, und ob Ihr Service das Bestellen per Scan überhaupt verträgt.

Was zwischen Scan und Küche passiert

Der Gast scannt, wählt Gerichte, ergänzt seine Wünsche und schickt die Bestellung ab. Wenn Sie die Bezahlung am Tisch freigeschaltet haben, folgt danach die Zahlungsart. Bei FineDine legen Sie in den Einstellungen für Dine-In-Bestellungen fest, ob nur bestellt oder auch bezahlt wird. Zur Auswahl stehen Karte über Ihr Kartenterminal, Bar und Online-Zahlung (Apple Pay, Google Pay, Karte). Dazu kommen Trinkgeld, ein Mindestbestellwert und für Alkohol eine Altersabfrage.

Im Dashboard erscheinen die Bestellungen unter „Orders“, getrennt nach Live, Ready und Closed. Am Pass sehen Sie sofort, was neu ist, und im Service muss niemand mehr einen Bon aus dem Kopf nachtragen. Wie das Ganze aufgebaut ist, steht im Beitrag zum QR-Code-Bestellsystem am Tisch.

Einrichten in der richtigen Reihenfolge

Mit der richtigen Reihenfolge sind Sie in zwanzig Minuten durch, sonst springen Sie dreimal zurück.

Zuerst die Karte. Aus Foto, PDF, Excel oder CSV baut der Menu Manager einen ersten Entwurf, den Sie durchsehen und korrigieren. Danach die Tische: Unter Settings > Operations > Tables legen Sie Bereiche und Tische an, als Liste oder auf dem Grundriss. Ohne Tische kann das Panel keine Tischcodes erzeugen und schickt Sie genau dorthin. Dann die Bestellung selbst: Unter Orders > Ordering Settings > Dine-In QR schalten Sie Bestellung und, wenn gewünscht, Bezahlung ein. Zuletzt die Codes unter Settings > QR Codes im Reiter „View & Ordering“.

Dort haben Sie die Wahl zwischen zwei Varianten. Beim „Unique QR Code for each table“ steckt die Tischnummer schon im Code. Beim „One QR Code for all tables“ tippt der Gast seine Nummer selbst ein. Der Einzelcode macht beim Drucken mehr Arbeit, erspart Ihnen aber die Suche nach Bestellungen, die wegen eines vertippten Tisches am falschen Platz gelandet sind. Der Sammelcode reicht bei wenigen, gut sichtbar nummerierten Tischen, etwa in einem kleinen Café.

Wie viel Aufwand das im laufenden Service bedeutet und wo es hakt, steht in QR-Code für die Restaurant-Speisekarte.

Woher die Codes für Ihre Tische kommen

Am einfachsten aus demselben Panel. Auf der Tischliste gibt es „Download QR Codes“, und im Reiter „View & Ordering“ lassen sich die Tischcodes ebenfalls herunterladen. Sie bekommen je Tisch eine Datei, die Sie selbst ausdrucken oder an eine Druckerei geben.

Ein freier Code-Generator liefert dagegen nur eine Grafik ohne Tischzuordnung. Außerdem läuft ein sogenannter dynamischer Code über den Server des Generators. Stellt der Anbieter die Weiterleitung um oder ein, zeigen Ihre gedruckten Aufsteller ins Leere. Wer trotzdem einen Generator nimmt, wählt besser einen statischen Code mit Ihrer eigenen Adresse.

Beim Material sind Aufsteller oder Tischkarten aus fester Pappe oder Acryl besser als Aufkleber direkt auf der Tischplatte: Einen Aufkleber kann man überkleben, ein Aufsteller fällt sofort auf, wenn ihn jemand austauscht. Und ob der Code auf seinem Hintergrund hell genug steht, prüfen Sie abends bei schummrigem Licht mit dem eigenen Handy.

Die FBI-Warnung und was sie für Ihren Tisch heißt

Anfang 2022 hat das FBI öffentlich vor manipulierten QR-Codes gewarnt. Betrüger kleben eigene Codes über echte oder tauschen sie aus, und wer scannt, landet auf einer nachgebauten Seite, die Zugangsdaten oder Kartendaten abgreift. Ein Tischcode ist dafür ein naheliegendes Ziel, weil er öffentlich steht und jeder Gast ihm vertraut.

Daraus folgt für den Betrieb eine Routine und kein großer Aufwand. Beim Eindecken am Mittag und am Abend schauen Sie kurz, ob jeder Aufsteller noch Ihrer ist und nichts darübergeklebt wurde. Ein neu aussehender Aufkleber ist ein Grund, den Aufsteller auszutauschen. Ab und zu scannen Sie einen Code mit dem eigenen Handy und sehen sich die angezeigte Adresse an. Und die Zahlung legen Sie so an, dass kein Gast Kartendaten auf irgendeiner Seite eintippen muss: Apple Pay, Google Pay oder am Tisch mit dem Kartenterminal.

Halten Sie außerdem immer eine Papierkarte bereit. Wer dem Code am Tisch nicht traut, soll das sagen können, ohne dass es peinlich wird.

Für welche Betriebe Bestellen per Scan nicht passt

Beim Menü mit Gängen und Weinbegleitung gehört das Bestellen selbst zur Gastfreundschaft. Der Kellner empfiehlt, fragt nach Unverträglichkeiten und stimmt die Gänge ab, und das nimmt Ihnen kein Formular ab. Sinnvoller ist dort die Karte per Scan nur zum Ansehen, bestellt wird am Tisch. In FineDine ist das der Reiter „View Only“ mit eigenem Code.

Schwierig wird es auch bei Gästen, die selten ein Smartphone benutzen oder im Ausland kein Datenvolumen haben, und in Kellerräumen oder Biergärten mit schlechtem Empfang. Eine Küche, die schon jetzt am Limit läuft, wird durch schnelleres Bestellen nicht schneller, die Bons kommen dann nur früher an.

An der Bar mit Bestellung am Tresen bringt der Tischcode wenig. Für Hotels mit Frühstück und Zimmerservice gelten eigene Überlegungen, die stehen im Beitrag QR-Menü im Hotel und in der Pension. Und wenn Sie lieber ein Gerät am Tisch oder beim Kellner einsetzen, hilft der Vergleich in Tablet-Bestellsystem im Restaurant.

Prüfen, ob es bei Ihnen etwas bringt

Ob sich das Bestellen per Scan lohnt, zeigt nur Ihr eigener Betrieb. Notieren Sie zwei bis drei Wochen vor dem Start, wie lange Gäste vom Platznehmen bis zur ersten Bestellung brauchen, wie hoch der durchschnittliche Bon ist und an welchen Abenden der Service am Anschlag läuft. Nach dem Start vergleichen Sie Wochentag mit Wochentag und nicht die Woche mit der Vorwoche, denn ein Freitag hat mit einem Dienstag nichts zu tun.

In FineDine IQ finden Sie dafür die Kennzahlen Orders und Avg Ticket, dazu die Reiter Tables und Timing. Den Zeitraum stellen Sie auf 7, 14, 28 oder 90 Tage, verglichen wird mit dem Vorzeitraum. Sieht eine Zahl nach drei Wochen schlechter aus, kann das an der Aufstellung der Codes liegen und nicht am Verfahren. Oft sind es nur die Tische, an denen der Code schwer zu finden ist.

Die drei Code-Arten für Gäste am Tisch im Vergleich
Code-ArtWofürWorauf Sie achten
Ein Code pro Tisch (View & Ordering)Bestellen, Tischnummer ist im CodeAlle Tische müssen vorher angelegt sein; jeder Aufsteller gehört an genau einen Tisch
Ein Code für alle Tische (View & Ordering)Bestellen, Gast tippt die TischnummerTische gut sichtbar nummerieren; Tippfehler sind möglich
Nur ansehen (View Only)Karte zeigen, bestellt wird beim KellnerEignet sich für Menü mit Gängen und Beratung am Tisch

Häufig gestellte Fragen

Muss der Gast eine App laden, um zu bestellen?
Nein. Die Karte öffnet sich im Browser des Handys, sobald der Gast den Code mit der Kamera scannt.
Reicht ein einziger Code für das ganze Lokal?
Ja, bei FineDine geht das über „One QR Code for all tables“. Der Gast gibt dann seine Tischnummer selbst ein. Bei vielen Tischen ist ein Code pro Tisch sicherer, weil die Nummer schon im Code steckt.
Was tue ich, wenn ein Gast kein Handy dabei hat oder keinen Empfang hat?
Halten Sie eine Papierkarte bereit und nehmen Sie die Bestellung klassisch auf. Im Dashboard legen Sie sie danach über „Create Order“ selbst an, damit sie im selben Ablauf läuft wie die Scan-Bestellungen.
Woran erkenne ich, dass jemand einen Code überklebt hat?
Meist an einem Aufkleber, der anders aussieht oder nicht plan sitzt. Wer morgens und abends beim Eindecken die Aufsteller kontrolliert und gelegentlich selbst scannt, sieht sofort, ob die Adresse noch Ihre ist.
Kann ich Bestellung und Bezahlung am Tisch getrennt schalten?
Ja. In den Einstellungen für Dine-In-Bestellungen gibt es getrennte Schalter für „Enable Ordering“ und „Enable Payment“. So können Gäste per Scan bestellen und trotzdem beim Kellner bezahlen.

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